Wie ist es, während der Pandemie den Job zu wechseln?

“Ich habe im März bei den PROJEKTIONISTEN® begonnen, eigentlich ein absurder Zeitpunkt für Veränderung mitten in der Krise. Wie der Wechsel für mich war und was mir dabei geholfen hat, erzähle ich euch in diesem Artikel.” - Clara, UX-/UI-Designerin

Der Jobwechsel war nie einfacher

Den Job zu Wechseln in Zeiten einer globalen Pandemie hört sich erst mal beängstigend an, kann man doch froh sein, dass man zu diesen Zeiten überhaupt einen sicheren Arbeitsplatz hat. Doch letztendlich geht das Leben weiter und gerade in der digitalen Branche steigt die Nachfrage nach Experten weiter an. Außerdem hat man gerade sehr viel Zeit, sich über die eigene Zukunft Gedanken zu machen: “Wo will ich hin, wie kann ich mich weiterentwickeln?”

Um ehrlich zu sein, fand ich es noch nie einfacher, den Job zu wechseln. Da man im Moment sowieso nicht viel unternehmen kann, ist das eigentlich der perfekte Zeitpunkt, die eigenen Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren und das Portfolio auf den neusten Stand zu bringen. Wenn dann konkrete Job Interviews anstehen, ist es nicht notwendig, sich einen ganzen Tag freizunehmen und quer durch die Republik zu fahren, sondern es reicht ein Videocall zwischendurch, um ein erstes Gefühl zu bekommen, ob es von beiden Seiten passen könnte.

Onboarding aus dem Home Office, wie kann das gut klappen?

So leicht wie das Wechseln des Jobs, so schwierig ist es, in eine neue Position im Home Office reinzukommen. Es ist weitaus schwieriger, die neuen Kollegen und den allgemeinen Team-Spirit kennenzulernen. Es fehlt der Small Talk in der Mittagspause, die Gesichter sind schwierig mit Namen zusammen zubringen und es fehlen die Arbeitsroutinen, die man sich im vorherigen Job aufgebaut hat. Hier sind ein paar Tipps, die mir persönlich sehr geholfen haben, das beste aus der Situation zu machen:


Diese 8 Dinge haben
mir geholfen:


1) Einzelne Calls mit Teammitgliedern aufsetzen

Das Beste, um die Kollegen besser kennenzulernen, ist es, den direkten Kontakt zu suchen und einen privaten Call zu vereinbaren. “Hallo Lina, ich bin Clara, hast du Zeit mir zu zeigen, an was du gerade arbeitest?” Das ersetzt sozusagen den Plausch, den man vielleicht sonst in der Mittags- der Kaffeepause im Büro haben würde.

2) Eine festen Ansprechperson ist wichtig
In der Einarbeitung zu Hause ist es oft unangenehm, andere Kollegen zu nerven oder anzuschreiben, oder du weißt nicht genau, wer für was zuständig ist. Für diesen Fall ist es sehr hilfreich eine feste Ansprechperson zugewiesen zu bekommen, die man ohne schlechtes Gewissen mit Fragen löchern kann. Außerdem sollte man sich nicht davor scheuen viele Fragen zu stellen, denn was im alten Job vielleicht klar war, ist es im neuen Job nicht mehr. Und bevor man Fehler macht, ist es dann doch besser einfach nachzufragen.

3) Immer die Kamera anmachen bei Meetings
Für mich war es im Onboarding sehr hilfreich, wenn meine Kollegen in Meetings ihre Kamera angeschaltet haben, damit ich die Namen mit den Gesichtern verbinden konnte. Ohne Video war es mir kaum möglich, die Stimmen voneinander zu unterscheiden oder zuzuordnen. Gerade bei Slack Calls ist uns aufgefallen, dass die Gesichter verschwinden, sobald jemand den Bildschirm teilt. Aus diesem Grund haben wir uns gerade für Team-Meetings auf das Tool Around geeinigt, dort kann man zwischen verschiedenen Ansichten wechseln und hat die Kollegen jederzeit im Blick.

Unser Designboard Meeting in Around

4) Mitarbeiter:innen-Übersicht
Besonders für neue Mitarbeitende ist es wichtig, Informationen über die Kolleg:innen zu finden, um zu wissen, wen ich für was ansprechen kann und wer in welchem Team arbeitet. Dazu kann zum Beispiel eine Mitarbeiter:innen-Übersicht in Confluence dienen oder auch eine Vorstellung der Team-Mitglieder auf der Webseite. Außerdem ist es sehr hilfreich, wenn alle Kolleg:innen ihre Informationen bei Slack regelmäßig pflegen, damit man sie auf einem Foto erkennen, den vollständigen Namen herausfinden und die Position erfahren kann. Auch ist es wichtiger denn je, den Status (bei Slack / Teams) aktuell zu halten: Bin beim Arzt, Beschäftigt, Bitte nicht stören,….

5) Gutes Home Office Equipment
Anfang März 2020 dachte ich noch, wie so viele, dass das Arbeiten von zu Hause nicht lange anhalten würde und wir schon bald wieder ins Büro zurückkehren würden. Deshalb richtete ich mir einen provisorischen Arbeitsplatz am Küchentisch ein. Spätestens nach einem Jahr in diesem Zustand wurde mir klar: Das geht so nicht weiter und ich investierte in ordentliches Equipment wie einen höhenverstellbaren Tisch und einen ergonomischen Bürostuhl. Mein Rücken dankt es mir und ich gehe davon aus, dass Home Office auch nach der Pandemie keine Seltenheit mehr sein wird.  

6) Termine mit Beschreibung
Wer schon länger in einem Unternehmen arbeitet, kennt die sich wöchentlich oder monatlich wiederholenden Termine, aber wenn man neu ist, wird man oftmals mit jede Menge Terminen bombardiert (was ja an sich nicht verkehrt ist). Nur oftmals ist das Problem, dass in den Termineinladungen Kontexte und Zielsetzungen fehlen. Als neue Mitarbeiterin möchte ich wissen, worum es in einem Termin geht, damit ich mich besser darauf vorbereiten kann und damit die Erwartungen klar sind. Und ganz wichtig: Wo findet das Meeting statt? In Slack? In Teams? Das spart wichtige Zeit und ist, glaube ich, nicht nur für Neulinge hilfreich.

7) Eine Hand voll Tools – mehr braucht es nicht
Sehr positiv angetan war ich von dem Tool-Stack der PROJEKTIONISTEN®. Zum einen, weil mit sehr zeitgemäßen modernen Tools gearbeitet wird und zum anderen, weil eigentlich alles cloudbasiert läuft und somit wirklich jeder von überall auf Dateien zugreifen kann. Vor allem die Arbeit mit Figma lässt mein Designerherz höherschlagen, denn so kann ich in Echtzeit mit meinen Kollegen an den gleichen Files arbeiten, Prototypen bauen und Komponenten spezifizieren und das alles in einem Tool (viele andere Tools wie Sketch, Abstract, Invision, werden somit nicht mehr benötigt).

Der Toolstack, mit dem ich gerade arbeite

8) Ab und zu im Büro vorbeischauen
Zu meinem Arbeitsstart habe ich mir es nicht nehmen lassen, ab und zum ins Büro zu gehen. Natürlich mit den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen (Abstand, Maske, Schnelltest, Desinfektionsmittel). Noch nie fand ich es so aufregend ins Büro zu gehen. Als ich im März anfing, war das Büro so gut wie leer. Trotzdem war es schön vor Ort zu sein und mir einen Eindruck von den Räumlichkeiten machen zu können. Ich habe sogar den ein oder anderen Kollegen unter den entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen treffen und kennenlernen können.

Das leere, aber schöne Büro lässt mich erahnen, wie es hier ist zu arbeiten.
Am Ende gibt es Hoffnung

Ich selbst befinde mich noch im Onboarding Prozess und diese Dinge helfen mir aktuell bei den PROJEKTIONISTEN® Fuß zu fassen. Grundsätzlich kann ich sagen, dass es durchaus machbar ist, im Home Office den Job zu wechseln. Vor allem die hilfsbereiten und netten Kolleg:innen bei den PROJEKTIONISTEN® haben mir den Einstieg erleichtert und ich finde es super, dass mit den neusten gängigen Tools (wie Figma, Whimsical, Slack etc, Google Cloud) gearbeitet wird.

Dennoch freue ich mich auf die “normalen Zeiten”, wenn es wieder zurück ins Büro geht und ich meine neuen Kolleginnen und Kollegen live und in Farbe kennenlernen kann.

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